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Chronik

Pfarrei St. Josef, Ruderting:

 

Die Pfarrei St. Josef, ist eine noch "junge" Dorfpfarrei mit ca. 2700 Katholikinnen und Katholiken. Die Pfarrkirche ist dem heiligen Josef geweiht, im Altarraum dargestellt mit dem Jesuskind. Ursprünglich gehörte Ruderting zur Nachbarpfarrei Tiefenbach. Erst 1922 wurde der Grundstein für die heutige Kirche gelegt, die am 1. Oktober 1927 nach ihrer Erweiterung die feierliche Weihe erhielt.

Ab 1923 wurde Ruderting als sog. Expositur (Außenstelle) von Tiefenbach geführt, bevor sie 1956 zur Pfarrei erhoben wurde.

 

2001 ist die Pfarrkirche umfassend innen renoviert worden, 2003 erfolgte die Außenrenovierung.

Von 1. Oktober 2006 bis 31.08.2017 bildete die Pfarrei Ruderting mit der Nachbarpfarrei

Neukirchen v. Wald einen Pfarrverband.

Seit 01.09.2017 ist die Pfarrei Ruderting im Pfarrverband Tiefenbach.

 

Gemeinde Ruderting:

 

Ruderting war um 3000 v. Chr. besiedelt und verweist auf die Chamer Kulturgruppe. Für den Aufenthalt der Kelten (600-100 v. Chr.) fanden sich ebenfalls Spuren im Gemeindegebiet.

Im Indizienverfahren wurde die Namensableitung des Dorfes „Rudert“-ing erfolgreich durchgeführt. Das Ergebnis zeigt den Edelmann „Rudbert oder Rudpert von Hals“ als Namensgeber und Initiator der Ansiedlung Rud(b)erting. Rudberts Lebenszeit um das Jahr 1100 gilt damit nach der plausiblen Rechtfertigung als Gründungsjahr des heutigen Ortsteiles Ruderting. Ruderting wurde 1311 erstmals urkundlich erwähnt, einige Ortsteile bereits 1280.

Bis 1803 gab es zwei große Herrschaftsgebiete, zu denen heutige Ortsteile zählten: 5 Ortsteile waren beim Hochstift Passau mit dem Fürstbischof an der Spitze und 18 Ortsteile gehörten zum Herzog von Baiern.

1808 wurde die Gemeinde Ruderting mit 23 Ortsteilen in einer Mark zusammengefasst.

Seit der Gründungszeit ist Ruderting ein Verkehrsknotenpunkt: Die Süd-Nord-Verbindung von Passau über Grafenau nach Regen (heute B 85)und die Ost-West-Verbindung (heute Staatsstraße 2323) vom alten Salzhandelsweg "Goldener Steig" (heute B 12) von Passau nach Böhmen - über die Ilz und nach Ruderting auf dem Höhenrücken nach Haselbach, Aicha vorm Wald zur Donau.

Ruderting entwickelte sich im 20. Jahrhundert zum regionalen Mittelpunkt  nach der Gründung der Fleisch- und Wurstwarenfabrik Zitzlsberger & Muttenhammer "Z & M" im Jahre 1925. Inzwischen existiert die Firma nicht mehr.

Heute sind die relative Stadtnähe zu Passau, örtliche Arbeitsplätze und der hohe Freizeit- und Erholungswert des Ilztals und des südlichen Bayerischen Waldes Grund dafür, dass viele Bürger Ruderting als Wohn- und Ferienort wählen.